Ein Treffen mit den Sportaktiven

Heinz Blome, Bürgermeisterkandidat, im Gespräch mit Vertretern des Stadtsportverbandes und den Sportvereinsvertretern vom SV Feldrom-Veldrom-Kempen e.V., gemeinsam mit den Ratskandidaten der CDU Patrick Pauleikhoff (2. Fraktionsvorsitzender) und Bernd Stumpenhagen und mit Tobias Schöttler, dem Ortsverbandsvorsitzenden der CDU in Veldrom-Kempenfeldrom.

Nach einer gegenseitigen kurzen Vorstellung nimmt das Gespräch in Feldrom gleich Fahrt auf, Herr Schäfers, der Vorsitzende des SV Feldrom-Veldrom-Kempen e.V.,

verweist auf die Aktivitäten zum Erhalt der Sporthalle in Feldrom. Gebäude und Halle sind erfreulicherweise „auf Stand“, ein Zustand, an dem sich andere Hallen im Stadtgebiet leider nicht messen können. Die Vereinsvertreter sind sichtlich und berechtigt stolz auf ihre Arbeit, dies ergibt sich beim gemeinsamen Rundgang. Alles gestrichen, alles auf LED umgestellt und alles mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Energetisch verantwortlich, zeitgemäß und modern.



Im Gespräch stellt sich – unabhängig von Corona – heraus, dass neben dem Schießstand und dem Kraftraum auch die Kirchengemeinde die Räume für Veranstaltungen und Versammlungen nutzt. Der Vorplatz ist bewusst auch für Grillfeste und Sommerfeste ausgelegt. Es handelt sich, neben den Räumen der Feuerwehr, die ihre Räumlichkeiten auch für Ausbildungen benötigt, um eine Art Dorfzentrum, zusammen mit der Kirche und dem Friedhof gegenüber.

Der Verein bekommt zwar kommunale Zuschüsse, ohne ehrenamtliche Leistungen würde aber nichts gehen. Wir sind uns darüber einig, dass es ein ganz besonderes Kleinod ist. Natürlich funktioniert die sog. soziale Kontrolle in den Ortsteilen bezüglich Vandalismus und Vermüllung noch gut – ein Vorteil der dörflichen Gemeinschaft, auch bei aller strukturellen Vernachlässigung, die die Vertreter aus Feldrom immer wieder erfahren.

Beispielsweise ist der gegenüberliegende Friedhof ein Treffpunkt überwiegend für die älteren Bewohner. Der städtische Friedhof Feldrom ist in einem schlechten Pflegezustand, wenn man einmal von den gut gepflegten Gräbern selbst absieht. Die Barrierefreiheit ist ein großes Problem und die Wege sind in schlechtem Zustand, hier müsse nachgearbeitet werden, hier zeige sich aber auch, dass der städtische Bauhof personell nicht ausreichend ausgestattet ist – ein Zustand, bei dem von Seiten meiner Gesprächspartner eine deutliche Besserung eingefordert wird.

Im zweiten Teil des Gespräches geht es schwerpunktmäßig um den Stadtsportverband und sein Engagement für die Stadt.

Gleich zu Beginn stellt der Vorsitzende Andree Dietrich fest, dass sie bei der letzten Kommunalwahl von einem Kandidaten und in der Folge auch von der Politik insgesamt schwer enttäuscht worden sind. „Um einmal Klartext zu sprechen“, so Dietrich. Denn auch wenn die Feldromer sehr gut aufgestellt sind, gibt es viele Brennpunkte und Sorgen im Bereich der städtischen Sportstätten.

Die Hallen, sowohl in Bad Meinberg als auch in Horn, sind in einem äußerst traurigen Zustand, es fehlen feste Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten. Ich stimme ihm zu, denn an die Klagen meiner Kinder zu Schulzeiten kann ich mich auch heute noch gut erinnern.

Sport ist für mich ein elementarer Bildungsbereich von Beginn an, denn nur bei ausreichender Bewegung kann Lernen stattfinden, Bewegung unterstützt alle Lernprozesse, angefangen z.B. bei der Sprachförderung.

Die Arbeit der Sportvereine stellt somit das größte außerschulische Bildungsangebot zur Verfügung. Diese Angebote sind für viele Kinder und Jugendliche ein wichtiger Teil ihrer Freizeitgestaltung, der erlebten Heimat und der Identitätsstiftung. Es beginnt mit dem ganz klassischen Mutter-und-Kind-Turnen und setzt sich über die Jugend- und Erwachsenenangebote fort bis hin zu Angeboten für ältere Menschen.

Da die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen der Kinder im Stadtgebiet Horn-Bad Meinberg Anlass zur Sorge so geben, ist jede Initiative, die Kinder und Sport zusammenbringt, unbedingt zu begrüßen.

Was hier in Feldrom gelungen ist, dass ein Verein in Eigenregie die Gebäude übernimmt, ist in Bad Meinberg und insbesondere in Horn so nicht zu stemmen. Man erstelle schon den Hallenbenutzungsplan ehrenamtlich für das gesamte Stadtgebiet, so Jürgen Beutel vom TV Horn, aber der Anteil der Schulnutzung ist in Horn so intensiv, dass die Vereine hier keine Verantwortung übernehmen können.

Die Schulen und ihre Hallen leiden stark unter z.T. verantwortungsloser Zerstörung und Verunreinigung. Das, was in Feldrom mit der oben beschriebenen sozialen Kontrolle noch funktioniert, ist in Horn schon lange nicht mehr umsetzbar. Es fehlt an Kommunikation und Verantwortlichkeit auf Seiten einzelner Nutzer.

Die schwierige, teils nicht vorhandene Kommunikation zwischen den Nutzern der Hallen und die gefühlte Missachtung der ehrenamtlichen Arbeit verspüren die Vereine auch in der politischen Ausschussrepräsentanz – man fühle sich nicht richtig angesiedelt in einem Ausschuss zwischen Ordnung und Feuerwehr. Das sehe ich nicht erst seit diesem Gespräch ganz genauso und wir sind uns darüber einig, dass Sport als Bildungsbereich thematisch ganz klar zum Bereich Schule und Bildung gehören sollte. Durch eine veränderte Ausschusszuordnung können Politik und Verwaltung den Focus, die gegenseitige Anerkennung und Kommunikation zwischen Schulen und Sportvereinen in „einem Rutsch ändern“ und erleichtern. Hierüber sind sich alle Anwesenden einig. Ein Zustand, den es zu ändern gilt und für diese Veränderung habe ich meine Unterstützung zugesagt.

Die Umsetzung des Kunstrasenplatzes ist ein neues Thema; die Vereine haben schon lange gewartet, aber es müsse ein "Gesamtkonzept Eggestation" geben oder besser gleich ein Gesamtkonzept für alle Sportstätten. Man arbeite bereits an konkreten Vorschlägen an einem „Pakt für den Sport“, die Vereine können sich beispielsweise vorstellen, auf die Halle in Bad Meinberg sogar ganz zu verzichten, wenn am Püngelsberg eine renovierte Halle evtl. mit Anbau geschaffen würde.

Die Kleinschwimmhalle ist aus Vereinssicht auch verzichtbar, man müsse zu Lösungen und Vereinbarungen mit dem Badehaus in Bad Meinberg kommen – dann wäre der Schwimmbereich zusammen mit den Freibädern ausreichend versorgt.

Wir vereinbaren zu klären, ob es nicht sogar sinnvoll sein kann, die Bedarfe zusammen mit der vorbereiteten Schulbedarfsplanung zu verknüpfen. So können auch die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen enger eingebunden werden. Gleichzeitig können auch die demografischen Entwicklungen abgebildet werden.

Als eine hilfreiche Anregung nehme ich den Vorschlag eines verbindlich benannten Koordinators bzw. Ansprechpartners für den Bereich der Hallen in Horn-Bad Meinberg mit. Dieser sollte von Vereinen und Verwaltung gemeinsam benannt und unterstützt werden. Es sollten zudem digitale Mängelmeldeverfahren geprüft werden.

Zusätzlich schlage ich eine halbjährig terminierte Zusammenkunft mit den Verantwortlichen des Stadtsportverbandes vor, um durch einen regelmäßigen Austausch eine ausreichende Unterstützung gewährleisten zu können.

Fazit:

Ein aufschlussreiches Gespräch, mit zahlreichen Angeboten und Ideen – daran können wir arbeiten.

Gemeinsam für ein starkes Horn-Bad Meinberg!

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32805 Horn-Bad Meinberg

©2020 Heinz Blome.